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Hallöchen meine lieben Leser! Heute mal ein etwas anderer Fitness Freitag Beitrag.. bzw. zwei Beiträge in einem.. aber lest selbst 😛

 

01.05.2016

Heute mal eine Fitness Freitag Ausgabe im Sinne von “Realtalk”.. oder zu Deutsch: Was wirklich los ist!

Ihr habt es ja erlebt.. das Reverse Dieting hat mich auf eine harte Probe gestellt und, da ich sehr ehrgeizig bin, auch ständig hin und her gerissen zwischen “durchhalten” und “iss doch einfach!”. Nun ja, auch letzte Woche gab es wieder Tage, da lief nicht alles nach Plan und meinen angestrebten Kalorien. Was an sich nicht schlimm ist, denn wenn ich mehr esse, dann sind es in der Regel gesunde Sachen.

ABER!

Ich habe bemerkt, dass sich bei der ganzen Sache ein ziemlich blöder Beigeschmack eingeschlichen hat. Es hatte fast den Charakter von Kontrollzwang. Teilweise konnte ich problemlos zusätzlich essen, einfach, weil mir danach war und mein Körper das brauchte. Andererseits machte sich auch einige andere Male ein schlechtes Gewissen breit mit Gedanken wie “morgen etwas mehr Cardio”, “morgen dafür weniger essen” und so weiter.

Das fand ich ganz ganz unheimlich und ich merkte, dass ich begann, mich in diese “Du musst das Reverse Dieting durchhalten, es wurde oft gesagt, wie schwer es ist, aber andere halten das auch durch!” Gedanken zu sehr hineinzupressen, obwohl ich lange vor der Diät im Februar-April und dem “strukturierteren” Training seit Oktober intuitiv und fast immer ohne Kalorien oder Makros zu zählen gegessen habe und auch damit gut Körperfett verloren habe. Denn solange ich mich nicht beginne, Pizza, Pommes und Kuchen hinzugeben, sondern einfach mal hier und da mehr Haferflocken, Nussmus oder Obst esse, werde ich natürlich nicht abnehmen, aber auch nicht sofort zunehmen. Ich werde dann lediglich auf der Stelle stehen, aber da ich momentan in keiner Diät zum Definieren bin oder einen Wettkampf oder Sonstiges vor mir habe, ist das auch kein Drama. Maximal  etwas Wasser wird sich einlagern, das mit einigen sauberen Tagen nach Plan essen und trainieren aber auch schnell wieder heraustransportiert ist.

Ich habe nun also beschlossen, ganz stark an meinem “Gewissen zu arbeiten”. Klingt vielleicht erstmal blöd, aber ich merke, wie sehr ich das Gefühl für meinen Körper durch die 10 Wochen strikte Diät “verloren” habe. Ich werde weiterhin meine Kalorien tracken und auf die Makros achten, ich möchte aber auch wieder daran arbeiten, ein gutes Gefühl für echten Hunger, Heißhunger und Bedürfnisse meines Körpers zu entwickeln bzw. es wiederzuerlangen. Und solange ich nicht unzufrieden bin mit meiner Form, werde ich dem schlechten Gewissen keinen Platz mehr in meinem Leben lassen, wenn ich mal wieder etwas mehr zuschlage bei Haferbrei, Nussmus & Co. 😛

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Seelen-Nahrung: eine Tasse voll mit warmen Haferflocken und endlos Erdnussmus oben drauf!

 

05.05.2016

Hä? Warum zwei Daten in einem Beitrag? Ja, hier gibt es diese Woche ein Update im Update!

Nachdem ich diese Zeilen oben schrieb und mir gleichzeitig vornahm, den Süßkram (Haferriegel usw.) und das (Weizen-)Gluten (es gab viel Weizen die letzten Wochen!) stark zu reduzieren, weil sich meine Haut ziemlich verschlechtert hat, hatte ich plötzlich kaum noch Heißhunger und wenn, dann nur, weil ich lange nichts gegessen hatte.

Entweder hat sich mein Körper nun nach der Diät endlich wieder eingependelt und das ganze Chaos mit Reverse Dieting usw. hat sich dadurch aufgelöst ODER ABER, wovon ich eher ausgehe, habe ich zum einen durch das Einschränken des Zuckerkonsums auch keinen Heißhunger mehr auf noch mehr Süßes (der böse Teufelskreis unserer zuckerverwöhnten Gesellschaft!) und gehe zum anderen durch mein “Eingeständnis” bewusster mit mir und meinem Hungergefühl um. Statt nämlich ständig darüber nachzudenken, ob ich nun doch noch etwas esse, weil ich ja wieder im Aufbau bin und essen kann, bereite ich mir mein Essen vor, sei es vorkochen oder den Tag planen in Form von Mahlzeiten tracken, und falle so gar nicht mehr in die Heißhunger-Löcher.

Was zeigt uns das? Ein gesundes Bewusstsein für seinen Körper und seine Ernährung lassen derartige “Probleme” meist von ganz allein und ohne großes Zutun verschwinden. Sauberes, unverarbeitetes Essen verhindert Heißhunger auf Ungesundes und Mahlzeiten im Voraus Planen lässt die Gedanken weniger um Süßigkeiten oder noch-mehr-Essen kreisen 😉

 

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Kidneybohnen-Salat und dazu Mehrkornbrötchen mit Wiesenhof Fleischwurst (ja, auch als Veganer kaufe ich die ab und an mal!), Marmelade & Erdnussmus und Räuchertofu

 


Wie haltet ihr es mit zusätzlichen Essen/Kalorien? Habt ihr auch manchmal Anflüge vom schlechten Gewissen oder macht ihr Euch nichts draus und macht einfach so sauber wie möglich weiter?

 

Bis zum nächsten Mal 🙂

Eure Maria

3 Comments

  1. veg.fruitia Reply

    Toller Beitrag. Echt schön, dass du so ehrlich bist und uns teilhaben lässt. Ich finde den Beitrag echt motivierend. Es zeigt erneut, wie wichtig es ist auf seinen Körper zu hören.
    Alles Liebe veg.fruitia

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