Hier ist nun der vorerst letzte und abschließende Teil meiner kleinen Diät-Ratgeber-Reihe und der beinhaltet ein paar Fragen, die ihr mir gestellt habt und die ich auch oft in Nachrichten gestellt bekomme. Solltet ihr weitere Fragen haben, stellt sie mir in den Kommentaren und dann nehme ich sie sehr gern mit in den Beitrag auf 🙂

Was machst Du bei Kraftverlust im Training? Oder hast Du das nicht?
Generell versuche ich immer meine Gewicht zu halten oder an guten Tagen sogar mal zu steigern. Dass gerade in der Diät durch das dauerhafte Kaloriendefizit etwas Kraftverlust auftritt und damit weniger Wiederholungen drin sind, ist für mich normal. Wichtig ist mir, dem Körper zu zeigen, dass ich die Muskeln unbedingt brauche und deshalb die Gewichte so beibehalte.

Natürlich gibt es Tage, da scheint einfach gar nichts zu gehen, da gehe ich dann auch mal mit dem Gewicht minimal runter, um saubere Ausführungen zu schaffen. Ich versuche dann aber direkt im nächsten Training wieder das ursprüngliche Gewicht zu schaffen, da man sonst dazu neigt auch beim nächsten Mal wieder weiter runterzugehen und beim nächsten Mal noch weiter.. usw.

 

Sollte man dauerhaft im Defizit bleiben oder auch mal einen Refeed einlegen, damit der Grundumsatz nicht runterfährt?
Im dritten Teil meines Diät-Ratgebers bin ich näher auf den Umgang und Einsatz von Ladetagen bzw. Refeed Days eingegangen. Und im ersten auf die Wahl des „richtigen“ Kaloriendefizits in einer Diät, um Stoffwechselchaos zu vermeiden.

Ein viel zu hohes Kaloriendefizit auf lange Dauer ist gefährlich, da es den Stoffwechsel  und Grundumsatz zu sehr herunterfährt und man dann damit zu kämpfen hat, überhaupt noch abzunehmen. Deshalb ist meine Empfehlung immer ein moderates Defizit zu wählen, ehe man die Kalorien weiter reduziert (wenn man zum Beispiel doch noch keinen oder zu langsamen Fortschritt sieht). Fühlt man sich dann zwischendurch wirklich mal total schlapp und kann dies auch nicht auf zu wenig Schlaf oder Nährstoffe zurückführen, dann sollten 1-3 Refeed-Tage eingelegt werden.

 

Wie schaffst Du es auswärts diszipliniert zu bleiben?
Indem ich mir meine Mahlzeiten komplett vorbereite, abpacke und mitnehme 🙂 Wenn ich weiß, dass ich an einem Tag viel unterwegs bin, überlege ich mir im Voraus bereits, welche Snacks und Mahlzeiten sich gut auf dem Weg  essen lassen. So kommt kein Hungergefühl auf und ich habe etwas dabei, um den Appetit zu dämpfen.

Ideal für unterwegs finde ich neben richtigen Mahlzeiten BCAAs, Proteinshakes, Zitronenwasser, ein paar Nüsse, eine Portion Obst oder einen Kaffee/(aromatisierten) Tee.

 

Süßigkeiten während der Diät – ja, nein?
An sich würde ich von Süßigkeiten in dem Sinne schon allein wegen der hohen Kaloriendichte auf kleines Volumen abraten. Ich greife allerdings sehr gern mal zu Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil, da diese weniger Zucker enthält als andere Sorten. Natürlich sollte man sich da auch keine ganze Tafel gönnen, sondern nur 1-2 Stückchen und diese dann auch bewusst genießen 🙂

Ebenfalls ein Favorit bei Gelüsten ist ein selbstgemachter Kakao aus Mandel- oder Sojamilch, Backkakao und etwas Stevia. 

 

Isst Du in der Diät abends Obst? Viele gehen schon fast in Richtung „low carb“ am Abend und verzichten auf Süßes und Kohlenhydrate.
Ich esse auch am Abend Kohlenhydrate bzw. meide ich sie nicht bewusst. Ich halte wenig von low carb und anderen Diätformen, die einen bestimmten Makronährstoff verteufeln. Wenn Du Deine Makroverteilung (meine Empfehlung siehe Diät-Ratgeber Teil 1) sowie Deine gewählten Kalorien insgesamt triffst, ist es dem Körper einfach mal egal, ob es das Obst oder die Kartoffel nun zum Frühstück, Mittag oder Abendessen nach 18Uhr gibt.

Das einzige, worauf ich abends versuche zu achten ist, dass ich zwischen dem letzten Essen/Snack und Schlafengehen wenigstens 2-3 Stunden Pause habe, da mir das Essen sonst sehr schwer im Magen liegt, schlechter verdaut wird und meinen Schlaf sabotiert 😉

 

Nimmst Du in der Diät mehr Protein zu Dir als im Aufbau/Erhalt um Muskelabbau zu verhindern?
Nein, ich behalte meine Makroverteilung bezüglich Protein und Fett immer bei, lediglich die Kohlenhydratmenge verändert sich, wenn ich die Kalorienanzahl erhöhe oder reduziere. 

Der beste Muskelschutz ist in meinen Augen das Halten der im Training erreichten Gewichte, um dem Körper deutlich zu machen „Die Muskeln brauche ich ganz dringend, um diese schweren Gewichte weiterhin stemmen zu können!!“ 😉

 

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