Erfahrungsbericht: 5 Tage-Detoxkur von Nikki Sharp

 

Beitrag vom 26.Juli 2013, ich habe ihn 1:1 vom Blog übernommen, da dieser Bericht sehr viele Aufrufe hatte und ich daher vermute, ein großes Interesse an der Review besteht.

Wie einige vielleicht über Instagram mitbekommen haben, machte ich vor einem Monat eine fünftägige Detox-Kur (Entgiftung), da ich es mir zum einen schon länger vorgenommen hatte und zum anderen mein linkes Knie verletzte und daher eh eine Sportpause einlegen musste.
Nun wollte ich natürlich auch hier auf meinem Blog einen etwas ausführlicheren Bericht über diese Entgiftung schreiben, mit Bildern vom Essen und einem Fazit.

W o   g i b t   e s   d e n   P l a n ?  W a s   s t e h t   d r i n ?

detox-now

Den Detoxplan kann man hier bequem online bestellen und mit Paypal bezahlen (kostet ca. 6€ umgerechnet). Im Anschluss bekommt man eine e-Mail mit einem Link, der den Plan als PDF-Datei zum Download bereithält.
Neben einer Einkaufsliste für die fünf Tage (inkl. zusätzlichen Lebensmitteln für etwas Abwechslung bei den Rezepten), den Basisrezepten mit genauen Mengenangaben und Mengen”erweiterungen”, falls man nicht satt wird, für Frühstück/Mittag/Abendbrot/Snacks, enthält der Plan viele Hintergrundinformationen zu den Lebensmitteln, die man während der Entgiftung weglässt und zu denen, die man zu sich nehmen wird.
Die Mahlzeiten sind alle vegan, extra Variationen jedoch leider nur vegetarisch (mit Ei).

Auf den ersten Blick erscheint das Rezeptangebot ziemlich mager, allerdings handelt es sich ja auch nur um 5 Tage UND eine Entgiftungskur, keine All-You-Can-Eat-Woche ;-D
Außerdem bekommt man relativ schnell ein Gefühl dafür, mit den Zutaten der Einkaufsliste und den Basisrezepten etwas herumzuspielen und so doch noch etwas Abwechslung in den Plan zu bekommen.

Beim nächsten Mal (ja, es wird definitiv ein nächstes Mal geben!) werde ich daher auf jeden Fall VIEL “mutiger” und kreativer sein. Ich hielt mich doch recht streng an die vorgegebenen Rezepte und deren Zutaten.

Sport machte ich wegen meines Knies während der Zeit natürlich nicht, der Plan sieht es jedoch auch nicht vor. Man solle lieber in Ruhe entgiften und dem Körper alle Kraft dafür geben. Wenn man will, kann man aber trotzdem tranieren, nur eben mit etwas mehr Vorsicht, damit man sich nicht überanstrengt und den Körper nicht überfordert.

Die Haupt”grundsätze” des Detoxplans sind folgende:
– keinerlei tierische Produkte (Ausnahme: Ei bei den vegetarischen Variationen)
– keinen Kaffee trinken -> nur grünen Tee oder Kräutertees, Zitronenwasser
– sämtliche Süßungsmittel sind tabu (inkl. Agavendicksaft, Stevia)
– auch Salz wird nicht verwendet -> dafür frische Kräuter, Pfeffer, Tahin, Essig, Zitronen-/Limettensaft
– viel, viel Wasser trinken!
– an Obst sind Beeren, Weintrauben, Kirschen, Kiwi und Äpfel erlaubt
– Proteinpulver/Eiweißshakes u.Ä. sind nicht erlaubt

Wer nun denkt, diese Entgiftung sei ein einziges Verbot, den kann ich mit den folgenden Bildern beruhigen! Hier also ein kleiner kulinarischer Rückblick meiner fünf Tage:

 

F r ü h s t ü c k

Chia Beeren Haferbrei
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S n a c k

Gemüse mit Spinathummus
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 M i t t a g

 großer gemischter Salat mit Quinoa und Leinsamen/Chiasamen
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A b e n d e s s e n

gedünstetes Gemüse, Quinoa und Tofu
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Ich wählte die ganzen 5 Tage Quinoa, hätte aber auch Bohnen oder Linsen nehmen können 🙂

 

 

V e r ä n d e r u n g e n
Ich war die fünf Tage kein einziges Mal aufgebläht, hatte kein Magengrummeln oder andere “Beschwerden” in der Magengegend.
Außerdem gewöhnte ich mich schnell daran, weder Zucker noch Salz zu verwenden und werde das auch weiterhin beibehalten (nicht zu 100%, aber so oft wie möglich), da man wieder ein ganz anderes und besseres Geschmacksempfinden für die einzelnen Lebensmittel entwickelt.
Dementsprechend geschmacksexplosiv waren daher auch meine sehr obstlastigen Tage, die auf die Detoxkur folgten. So schnell entwöhnen sich die Geschmacksnerven von der täglichen Dosis Zucker & Salz!

Erschreckend: Mir fiel auf, wie oft ich aus Langeweile zwischendurch Dinge in mich hineinstopfte, obwohl ich gar nicht hungrig war. Gedankenlos gab es hier ein Stückchen Schokolade und da einen Keks usw. Erst als ich “nicht durfte” realisierte ich, wann ich immer zu kleinen “Snacks” griff ohne darüber nachzudenken. So entwickelte sich dann auch immer ein Heißhunger auf noch mehr Süßes und vor allem Ungesundes.
Seit der Detoxkur höre ich nun viel genauer auf meinen Körper und frage mich selbst “hast du jetzt nur Langeweile und KÖNNTEST etwas Ungesundes essen oder hast du wirklich Hunger und wärst auch mit einem Apfel zufrieden?”. Lautet die Antwort “nein, auf einen Apfel hätte ich jetzt keine Lust” dann weiß ich, dass es der böse böse Heißhunger ist 😉
Dann mache ich mir erstmal einen Tee oder trinke ein großes Glas Wasser. Wenn der Appetit anhält, esse ich etwas Obst oder eine kleine Schüssel Müsli und dann hat sich die Sache mit dem Heißhunger für den Tag aber auch erledigt.
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich mir alles “Ungesunde” verbiete! Aber wenn ich es mir gönne, dann BEWUSST und nicht mehr schnell nebenbei.

Ich habe -endlich!- meine “Angst” vor Kohlenhydraten abgelegt, denn die Entgiftung ist relativ kohlenhydratlastig (Haferflocken, Quinoa, Linsen, Bohnen) im Gegensatz zu meiner eher eiweißlastigen (für die Muskeln, nicht wahr?) Ernährung vorher. Es hat endlich “klick” gemacht in meinem Köpfchen – gesunde, komplexe Kohlenhydrate braucht der Mensch einfach, um zu funktionieren und Energie bereitstellen zu können. Diese ganze Low-Carb-Geschichte hat mich so ewig verfolgt und nun fühle ich mich total “befreit”. Ich esse Obst ohne Ende, verhältnismäßig viel Hirse, Haferflocken, Kleie, Quinoa, Couscous, …. Also wirklich jeder, der sich noch damit “quält”: achtet einfach auf die guten und komplexen Kohlenhydrate und eine Vielfalt an Obst und Gemüse in Eurer Ernährung, wenig bis keine verarbeiteten Produkte, trinkt 2-3 Liter Wasser und Kräutertee und treibt Sport. Mehr braucht ihr nicht, um Muskeln aufzubauen und abzunehmen 🙂

vorhernachher
..keine riesigen sichtbaren Veränderungen, aber meine Bauchmuskeln lassen sich laaangsam blicken! 🙂  

Apropos Muskeln, da kommt auch direkt die nächste und für mich erfreulichste Veränderung: ich nahm in der Zeit rund zwei Kilo ab (sind mittlerweile wieder drauf, ich denke, das war eher eine Art Entschlackungseffekt), was jedoch nicht mein Ziel war. Viel wichtiger und schöner fand ich mein Spiegelbild, denn endlich kamen meine Bauchmuskeln mehr zum Vorschein und auch insgesamt sah ich mehr Definition an Armen, Beinen, Po und Rücken, die – ganz wichtig – bis heute anhält!

F a z i t
Ich bin sehr glücklich damit, diese Detoxkur entdeckt und ausprobiert zu haben. Im Gegensatz zu Entgiftungskuren mit Smoothies, finde ich diese auch ziemlich alltagstauglich. Die ersten zwei Tage verbrachte ich auf Arbeit und hatte trotzdem keine Probleme mit Heißhungerattacken oder körperlicher “Schwäche” (und ich arbeite im Handel, da schleppe ich doch das ein oder andere durch die Gegend…). 
Nach den fünf Tagen war ich zwar froh, endlich wieder Bananen, Mangos und anderes tolles Obst essen zu können, übernahm aber auch viele Dinge und koche weiterhin oft nach den Rezepten und wandel sie lediglich nach meinem Appetit und Küchenrepertoire ab.
Ich achte weiterhin auf die “guten” Lebensmittel, verzichte weitestgehend auf Zucker, Salz, Kaffee und trinke morgens warmes Zitronenwasser, über den Tag verteilt 2-3 Liter Wasser und zusätzlich (grünen/Kräuter-) Tee.
Damit geht es mir richtig, richtig gut, ich bin zufriedener nach dem Essen und ich habe das Gefühl, vor allem beim Sport viel mehr Kraft und Ausdauer zu haben. Ich werde diese Kur sicherlich öfter machen, um meine Geschmacksnerven wieder etwas zu sensibiliseren und meinem Körper eine kleine Auszeit zu gönnen 😉

Ich kann den Plan nur empfehlen und bin gespannt, ob noch jemand Erfahrungen damit gemacht hat oder es eventuell vorhat?

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